beiträge zur marler geschichte

von klaus mohr

 

 

 (zum Autor: siehe unten)

 


Eine kurze Erklärung des Wappenbildes:

Das schwarze Kreuz ist das Zeichen für das Erzbistums Köln bzw. des Kurfürsten, zu dessen Herrschaftsgebiet bis Anfang des 19. Jahrhunderts das Vest Recklinghausen gehörte ("Kölschland").

Links unten ist eine "Crampe" zu sehen. Sie war ein Teil des Wappens der Adelsfamilie Loe und bezieht sich auf den Ursprung dieser Familie. Sie war bis Ende des 18.Jh. in Marl an der Hagenstraße ansässig.

Rechts sieht man "Schlägel und Eisen" als Hinweis zur Bedeutung des Bergbaus für Marl. 

Das Wappen selber gibt es erst seit 1936 als Teil der "Stadtwerdung".


Zur Einführung: oben links: Auf dieser Karte (1681) ist Marl noch nicht einmal zu sehen. Die damalige Historie spielt sich ab im Einflussgebiet der drei Städte Haltern (1289), Recklinghausen (1236) und Dorsten (1251).

Diese Seiten wollen die leere Stelle der Karte füllen...Siehe und Suche: im Menü/Navigation.


Warum ein marl-Archiv?

Es finden sich neue Dokumente aus der Geschichte Marls, aber auch Dokumente, die bisher verstreut in Veröffentlichungen oder auf Webseiten zu finden waren.

Wir versuchen, an Ursachen für die Entwicklung Marls bis zur heutigen Stadt zu erinnern und damit deutlicher zu machen.


Neue Beiträge und letzte Änderungen:

 

2020

zuletzt geändert am: 8.2. siehe unten: Aktuelles

1.2.:  Synagoge RE Nov. 1938 (Foto)

28.1. und 31.1. Berthold Boldes Erinnerungen

14.1.20 Foto Karstadt 70er

1.1.2020: Ein Urteil 2008: siehe weiter unten...

 

 


Aktuelles

 

27. Oktober 2019 bis 1. März 2020

die insel

Eine Ausstellung von Fari Shams und Arne Schmitt

Ein Übungsplatz der Demokratie“
„Bezirk stiller Besinnung und Muße vom industriellen Getriebe“
„Der feste Platz in der Bewegung, offen und von allen Seiten zugänglich, Bezüge setzend"

 
Eine ganze Reihe von Zeitgenossen versuchten sich an Beschreibungen jenes Hauses mit dem einfachen und doch rätselhaften Namen „die insel“ – errichtet als Heim des Bildungswerkes der Stadt Marl im Jahr 1955. …

Volkshochschule, Lesesaal und Stadtbibliothek wurden in der insel programmatisch in einem Gebäude vereint.

Ziel war es, den Bürgern von Marl einen Ort für Bildung und Gemeinschaftlichkeit, zur Informationsbeschaffung und Freizeitgestaltung zu bieten… (und) sich so an der Gestaltung der Gesellschaft aktiv zu beteiligen: eine „Bildungsdemokratie am runden Tisch“, in der es keine hierarchische Belehrung geben sollte, sondern Hilfe zur Selbsthilfe.
Zentrum der Ausstellung ist der Film „die insel“, in dem Fari Shams und Arne Schmitt eigene Filmbilder aus dem heutigen Marl mit Archivmaterial aus Fernsehen, Rundfunk und den an der insel entstandenen Marler Jahresschauen montieren. Verbunden werden die Elemente durch Zitate aus der Presse, die aus der umfangreichen Chronik der insel stammen. …

 Hier tauchen auch frühe Vorboten des Strukturwandels und der sozialen Medien auf, die von den beiden Künstlern in einer benutzbaren Rauminstallation zur Diskussion gestellt werden ...

 

www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
Creiler Platz

45765 Marl
Tel. 02365 / 99-2257
Email: skulpturenmuseum@marl.de

Direktor:
Georg Elben (redaktionelle Verantwortung)

Dienstag bis Freitag 11.00 Uhr - 17.00 Uhr
Samstag und Sonntag 11.00 Uhr - 18.00 Uhr

 


Die Mitbegründerin des Jüdischen Museums in Dorsten, Schwester Johanna (Ruth) Eichmann, ist am 23. Dezember 2019 im Alter von 93 Jahren verstorben.


Der Autor:

Klaus Mohr arbeitete bis 2017 im Schulabschlussbereich der insel-vhs marl als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Zwischen 1986 und 1994 arbeitete er als "Historiker der Stadt" und veröffentlichte zusammen mit Anderen  2 Bände über die Geschichte Marls: U. Brack(Hg.), Herrschaft und Verfolgung, (1987), sowie  U. Brack/K. Mohr (Hg.), Neubeginn und Wiederaufbau,(2. Aufl.2012), beide erschienen im Klartextverlag Essen.

Unten: Ebenfalls 2012: "Jüdische Menschen in Marl"...


Kursleiter und Historiker stellt sein Buch über die Marler Judaica vor
Kursleiter und Historiker stellt sein Buch über die Marler Judaica vor

Klaus Mohr: "Sowas passiert in Deutschland nicht". Jüdische Menschen in Marl. Essen 2012. (nicht mehr erhältlich).

 

Der Lehrer und Historiker Klaus Mohr stellte in der Marler Zeitung sein Buch über die jüdischen Menschen in Marl vor. Das Buch ist  eine Suche nach den Anfängen jüdischen Lebens bis zur Verfolgung, Deportation und Ermordung.

Die ersten Juden in Marl sind 1829 nachweisbar.1938 wurden die letzten Marler Juden aus der Stadt vertrieben, einer Familie glückte noch nach dem Novemberpogrom die Flucht nach Belgien. Dort wurde sie nach dem Einmarsch der Deutschen gefunden, deportiert und in Auschwitz ermordet.

1949 kehrte ein Überlebender nach Marl zurück. Das war Rolf Abrahamsohn.

Denkmal auf dem jüdischen Friedhof Recklinghausen, Nordcharweg:

Die ermordeten Juden aus dem Vest RE:

Ein Name gehört nicht hierhin: Selma Simmenauer lebte in Berlin, nicht in Marl.


Wie wichtig die Wege der Erinnerung sind, zeigt sich an diesem Artikel:

"Bis auf Rolf Abrahamson starben alle Familienmitglieder in Riga..." schreibt Herr Kappel.

Hier ist fast alles falsch: Die Familie schreibt sich AbrahamSOHN, nicht ...son. Das ist ärgerlich (2 mal), aber das kann passieren. Aber dass alle Familienmitglieder in Riga gestorben sind außer Rolf AbrahamSOHN ist falsch.

In Riga starb seine Mutter, aber sein jüngerer Bruder Norbert starb in Recklinghausen, sein älterer Bruder Hans und sein Vater Arthur starben in AUSCHWITZ. Da hat sich jemand wohl falsch erinnert, was allerdings auch die Bedeutung der richtigen Erinnerung betont. Wie soll übrigens Herr Abrahamsohn diese Erinnerungsarbeit bewerten? (KM)



Beiträge zur aktuellen Empörung über

den (nie weg gewesenen) Antisemitismus:

 

Ein Beitrag eines deutschen Landgerichts:

(dpa/Marler Zeitung, 20.5.2008 !!)