marlarchiv

 

beiträge zur marler geschichte

von klaus mohr

 (zum Autor: siehe unten)

 

 Neuer Beitrag: 22.1.2021: Heimatpreis (s.unten)

(und Fehlerbeseitigung)

11.1. Sterbeanzeige Ida und Wilhelm von Gent / Loe

Judith/ Verbreitung der Sage (in Arbeit, 11.01.)

zuletzt geändert am: 7./8.1.2021 ASG -Lehrernamen 1963/67

 (Bisherige Änderungen: siehe unten)


Eine kurze Erklärung des Wappenbildes:

Das schwarze Kreuz (auf Silber) ist das Zeichen für das Erzbistum Köln bzw. des Kurfürsten, zu dessen Herrschaftsgebiet bis Anfang des 19. Jahrhunderts das Vest Recklinghausen gehörte ("Kölschland").

Links unten ist eine "Crampe" (auf Silber) zu sehen. Sie war ein Teil des Wappens der Adelsfamilie (von und zum) Loe und bezieht sich auf den Ursprung dieser Familie. Sie war bis Ende des 18.Jh. in Marl an der heutigen Hagenstraße ansässig.

Rechts sieht man "Schlägel und Eisen" (Silber) als Hinweis zur Bedeutung des Bergbaus für Marl. 

Das Wappen selber gibt es erst seit 1936 als Teil der "Stadtwerdung"

(20.4.1936, Ehrenbürger A. Hitler).


Zur Einführung: oben links: Auf dieser Karte (1681) ist Marl noch nicht einmal zu sehen. Die damalige Historie spielt sich ab im Einflussgebiet der drei Städte Haltern (1289), Recklinghausen (1236) und Dorsten (1251).

Diese Seiten wollen die leere Stelle der Karte füllen.

Suche: im Menü/Navigation.


Warum ein marl-Archiv?

Es finden sich neue (alte) Dokumente aus der Geschichte Marls, auch Dokumente, die bisher verstreut in Veröffentlichungen oder auf Webseiten zu finden waren.

Wir versuchen, an Ursachen für die Entwicklung Marls bis zur heutigen Stadt zu erinnern und damit deutlicher zu machen.

Dieses Archiv ist ist unabhängig von der Stadt Marl.


Änderungen und Beiträge

zuletzt geändert am: 22.1.21

17.1.21 Haus Loe /Familie

7./8.1.2021 ASG Lehrer 1963/1967

(siehe auch Seite: Bisherige Beiträge)


Aktuell:

Marler Geschichte belegt den zweiten Platz:

(unten MZ  Artikel 22.1.


 

Die Geschichtswerkstatt Marl arbeitet an einer Ausstellung zum Ende des II. Weltkrieges in Marl und Marler Partnerstädten.

Geplante Eröffnung: verschoben...

 

Auch aktuell:

«Wenn ich höre, alles andere habe vor dem Schutz von Leben zurückzutreten, dann muss ich sagen: Das ist in dieser Absolutheit nicht richtig.» Wenn es überhaupt einen absoluten Wert im Grundgesetz gebe, dann sei das die Würde des Menschen. «Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.»

Das sagt Bundestagspräsident Schäuble am 25./26. April 2020:  

Was ist also wichtiger als Leben? Würde.

Aber: Gibt es Würde ohne Leben?

Das setzt ja wohl voraus, dass irgendjemand noch lebt, der die Würde erkennt und benennt. Anscheinend sollen wohl die Richtigen überleben ...

 


Die Mitbegründerin des Jüdischen Museums in Dorsten, Schwester Johanna (Ruth) Eichmann, ist am 23. Dezember 2019 im Alter von 93 Jahren verstorben.

Ihr Vater war der Hülser Kaufmann Paul Eichmann, der erste (Ober-)Bürgermeister in Marl 1945 nach den Nazi-Bürgermeistern. Ihre Mutter Martha (als katholisch verheiratete Jüdin) war 1944 deportiert und 1945 nur knapp der Ermordung entkommen.


Der Autor:

Klaus Mohr arbeitete bis 2017 im Schulabschlussbereich der insel-vhs marl als Lehrer für Deutsch und Geschichte. Zwischen 1986 und 1994 arbeitete er als "Historiker der Stadt" und veröffentlichte zusammen mit Anderen  2 Bände über die Geschichte Marls: U. Brack(Hg.), Herrschaft und Verfolgung, (1987), sowie  U. Brack/K. Mohr (Hg.), Neubeginn und Wiederaufbau,(2. Aufl.2012), beide erschienen im Klartextverlag Essen.

Unten: Ebenfalls 2012: "Jüdische Menschen in Marl"...

Ergänzung: 2021 Zweiter Platz beim "Heimatpreis"...Marl


Kursleiter und Historiker stellt sein Buch über die Marler Judaica vor
Kursleiter und Historiker stellt sein Buch über die Marler Judaica vor

Klaus Mohr: "Sowas passiert in Deutschland nicht". Jüdische Menschen in Marl. Essen 2012. (im Buchhandel nicht mehr erhältlich. Informationen aber auf dieser Webseite unter: Judaica.

 

Der Lehrer und Historiker Klaus Mohr stellte in der Marler Zeitung sein Buch über die jüdischen Menschen in Marl vor. Das Buch ist  eine Suche nach den Anfängen jüdischen Lebens bis zur Verfolgung, Deportation und Ermordung.

Die ersten Juden in Marl sind 1829 nachweisbar.

1938 wurden die letzten Marler Juden aus der Stadt vertrieben, einer Familie glückte noch nach dem Novemberpogrom die Flucht nach Belgien. Dort wurde sie nach dem Einmarsch der Deutschen gefunden, deportiert und in Auschwitz ermordet.

1949 kehrte ein Überlebender nach Marl zurück. Das war Rolf Abrahamsohn.

Denkmal auf dem jüdischen Friedhof Recklinghausen, Nordcharweg:

Die ermordeten Juden aus dem Vest RE:

Ein Name gehört nicht hierhin:

Selma Simmenauer lebte in Berlin, nicht in Marl. Sie war allerdings mit der Marler Familie Simmenauer...


Wie wichtig die Wege der Erinnerung sind, zeigt sich an diesem Artikel:

"Bis auf Rolf Abrahamson starben alle Familienmitglieder in Riga..." schreibt Herr Kappel.

Hier ist fast alles falsch: Die Familie schreibt sich AbrahamSOHN, nicht ...son. Das ist ärgerlich (2 mal), aber das kann passieren. Aber dass alle Familienmitglieder in Riga gestorben sind außer Rolf AbrahamSOHN ist falsch.

In Riga starb seine Mutter, aber sein jüngerer Bruder Norbert starb in Recklinghausen, sein älterer Bruder Hans und sein Vater Arthur starben in AUSCHWITZ. Da hat sich jemand wohl falsch erinnert, was allerdings auch die Bedeutung der richtigen Erinnerung betont. Wie soll übrigens Herr Abrahamsohn diese Erinnerungsarbeit bewerten? (KM)

 

(Zur jüdischen Bevölkerung im Vest Recklinghausen gibt es jetzt eine neue Webseite von FJ. Wittstamm:

www.spurenimvest.de)

 



Beiträge zur aktuellen Empörung über den (nie weg gewesenen) Antisemitismus:

 

Ein Beitrag eines deutschen Landgerichts: (dpa/Marler Zeitung, 20.5.2008 !!)