Ostern 1945: Kriegsende in Marl, (in Arbeit)

die Amerikaner besetzen die Stadt



Unten:  die Amtsverwaltung Marl ist in den Jahren nach 1946 in Baracken untergebracht.


 Stadtplanung:


SPD-Stadtverband, Wahlillustrierte 1952, Stadtbürgermeister Rudi Heiland.

Vestischer Kalender 1940, S.68 ff.

von Dr.Friedrich Willeke, Amtsbürgermeister Marl. Ein Vergleich:


Die Stadtplanung Marl beruht auf den Plänen von "Rappaport" in den 20er Jahren und dem sogenannten "Marschall-Plan" in den 50er und 60er Jahren, beide waren Stadtplaner. Vergessen wird meistens, dass es in den 40ern ebenfalls Pläne gab, zum Beispiel den von Friedrich Willeke, Amtsbürgermeister in der NS-Zeit, der bereits von einer  zu schaffenden "Mitte", z.B. mit Sportzentrum für die HJ etc. sprach, an dem Ort der heutigen "Rundturnhalle".

"...Wir danken dem Führer, dass wir in seinem Reiche vor solche Probleme gestellt werden."

Dieser Dr.Willeke veröffentlicht im Vestischen Kalender 1940 einen Wirtschaftsplan, der unter anderem eine "Neue Mitte" an der Adolf-Hitler-Straße (heute Bergstraße) vorsieht. (siehe ausführlich bei "Stadtwerdung"), besonders zu erwähnen ist darin:

"...Der neue Bahnhof Marl, das neue Rathaus, die neue Berufsschule ist in der Planung abgeschlossen und wird mit neuem Krankenhaus und dem zentralen Jugendsportgelände der HJ starke Akzente an der Adolf-Hitler-Straße in der Nähe des ehemaligen Hauses Loe setzen..."

 

Das war die heutige Bergstraße, dort, wo heute die beiden Gymnasien,  die Berufsschule und die Rundturnhalle stehen...

 

Nachdem die Zechen seit Anfang des 20. Jahrhunderts für Zuwachs der Bevölkerung und damit verbunden neue Stadtteile, zunächst "Kolonien", gesorgt haben  - Brassert und dazu Hüls, 1926 von Recklinghausen "übernommen" -  kommt ab 1938 auch die Chemie nach Marl.


Der Lipper Weg in den 50ern.


Die Zeitschrift "Kristall" im Jahre 1955: "Marl wird die größte Stadt Europas"


aus: Der Lichtbogen 1952, Heft 2, S.6